Abriebfestigkeit

Druckfarbe und Lack müssen bei der normalen Hand- habung des Produkts absolut beständig sein. Das bedeutet, Druckfarbe oder Lack dürfen nicht abfärben oder verschmieren, wenn die Kartonoberfläche mit anderen Oberflächen, z. B. aus Metall oder Kunststoff, in Berührung kommt. Solche Berührungen finden auf Förderbändern und während der Weiterverarbeitung in Klebemaschinen, Abpackmaschinen und Druckveredelungsmaschinen statt. Ein Abriebrisiko besteht auch, wenn sich bedruckte Oberflächen bei der Verarbeitung oder Distribution gegenseitig berühren.

Die Nassabriebfestigkeit ist besonders dort wichtig, wo die bedruckten oder lackierten Produkte mit Wasser oder kondensierter Feuchtigkeit in Berührung kommen, wie z. B. bei Kühl- und Gefrierkost.

Ein Übermaß an Bestäubungsmittel kann die Gefahr von Abriebschäden ebenfalls erhöhen. Eine hohe Abriebfestigkeit hängt vom Karton, den Druck- oder Lackierverfahren sowie der Zusammensetzung von Druckfarbe und Lack ab.

Es ist daher wichtig, dass Kartonhersteller, Druckerei, Druckfarben- und Lackhersteller eng zusammenarbeiten. Jedes mögliche Risiko nach dem Druckvorgang muss erkannt werden und bei der Auswahl des Kartons, der Druckfarben, der Lacke und des Druckverfahrens berücksichtigt werden.

Die Abriebfestigkeit eines Kartons wird vor allem von der Glätte, den Absorptions- und den Trocknungseigenschaften der Kartonoberfläche bestimmt. Die gleichbleibende Qualität dieser Merkmale muss sowohl innerhalb einer Bestellung als auch von Lieferung zu Lieferung gewährleistet sein. Die Druckerei muss sicherstellen, dass die Druckverfahren und Druckfarben den Anforderungen entsprechen, die bei der Weiterverarbeitung und beim späteren Gebrauch der bedruckten oder lackierten Produkte an die Abriebfestigkeit gestellt werden.

Kartonauswahl

Die Verarbeitung und Handhabung nach dem Druck- und Lackiervorgang bestimmen, wie hoch der Grad der Abriebfestigkeit des Kartons sein muss. Abpackverfahren, Distribution und Gebrauch können ebenfalls zu Oberflächenverschleiß führen. Abriebprobleme werden durch die Verwendung von abriebfester Druckfarbe und abriebfestem Lack vermieden. Allerdings müssen diese Druckfarben und Lacke auf das Absorptions-, Farbwegschlag- und Trocknungsverhalten des Kartons abgestimmt sein. Für Anwendungen, die eine ganz besonders hohe Abriebfestigkeit erfordern, kann der Karton extrusionsbeschichtet bzw. mit Kunststofffolie kaschiert werden.

Merkmale der Abriebfestigkeit

Unter Abriebfestigkeit versteht man die Beständigkeit des bedruckten Kartons gegen Abfärben, Abreiben oder Verschmieren der Druckfarbe bei Verarbeitung, Abpacken, Distribution und Gebrauch.

Beurteilung der Abriebfestigkeit

Eine ungenügende Abriebfestigkeit liegt vor, wenn die bedruckte oder lackierte Kartonoberfläche bei üblicher Handhabung oder Benutzung des Produkts abfärbt oder verschmiert.

Anspruchsvolle Einsatzbereiche oder besondere Endan- wendungen können einen zusätzlichen Schutz gegen Abrieb erfordern. Dieser Schutz kann durch eine Extrusions beschichtung bzw. Kaschierung gewährleistet werden.

Wichtige Eigenschaften

Folgende Eigenschaften der Kartonoberfläche sind entscheidend für eine hohe Abriebfestigkeit:
• Absorption und Trocknung (Druckfarben auf Ölbasis)
• Glätte
• Oberflächenfestigkeit (Druckfarben auf Ölbasis)
• Oberflächen-pH (Druckfarben auf Ölbasis).

Es ist wichtig, dass die Strichpigmente innerhalb des Strichs gebunden sind, so dass sie sich nicht durch mechanische Einwirkungen wie Scheuern aus dem Strich lösen. Aus demselben Grund sind auch die Festigkeit des Strichs und seine Haftung am Basiskarton wichtig, um sicherzustellen, dass sich nicht der gesamte Strich vom Karton löst.

Messgeräte

Messgerät mit bedrucktem Prüfmuster.
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Die im Labor durchgeführte Abriebprüfung trockener Drucke kann mit beliebig vielen Scheuerbewegungen und unterschiedlichem Druck durchgeführt werden. Die Ergebnisse werden im visuellen Vergleich mit Standardmustern ausgewertet.

Ein Block wird abhängig vom Messgerät entweder hin und her oder in einer kreisförmigen Bewegung über das bedruckte Prüfmuster geführt. Aufgezeichnet wird die Anzahl der Scheuerbewegungen, z. B. 50 oder 100, sowie das verwendete Gewicht, z. B. 1 kg oder 2 kg. Der Grad der Abriebfestigkeit wird dann subjektiv mit einem Standardmuster verglichen.

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